Freizeitgestaltung

Nico Hirschi

Dipl. Pflegefachmann Psychiatrie HF
DAS mental health der Berner Fachhochschule
CAS eHealth des Institut für Kommunikation und Führung, Luzern

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Solange einem nicht die Decke auf dem Kopf fällt, kann man auch faul tun. Wenn man aber zu lange nichts tut, wird man träge, es wird langweilig, man verliert die Motivation, etwas zu tun und es können mit der Zeit Gedanken auftauchen oder sogar Symptome der Psychose auftreten, die bei regelmässiger Tätigkeit nicht Raum fänden. Manche Betroffene können aufgrund ihrer Erkrankung keiner regelmässigen Beschäftigung nachgehen, andere haben sich bewusst entschieden, ihre Zeit selber zu gestalten. Wiederum Andere arbeiten Voll- oder Teilzeit und brauchen daneben einen Ausgleich oder eine Idee für die Wochenenden. Da dies nicht immer einfach ist und oft die Ideen fehlen, hier einige Beispiele:

Ausflüge, Ferien: Spazieren, Wandern, Velofahren, Skaten, Tagesausflüge mit dem Zug (Tages-Generalabonnement Fr. 35.- bei der Gemeinde), im Sommer: Baden gehen, Picnic, im Winter: Skilaufen, Schlitteln, Schlittschuh laufen, usw.
Ausflugsziele: Tierparks, Bibliotheken, Museen, shoppen, Flohmarkt, Mittagskirche (Mi, Heiliggeistkirche), usw.
Ausgehen: Kino, Theater, Konzert
Freizeittreffs aufsuchen: Siehe Liste
Haushalt: putzen, waschen, einkaufen, aufräumen
Haustiere: Pflege und Beschäftigung, mit Hund spazieren gehen
Hobbies: Basteln, malen, Musik machen, Fotografieren, PC, Balkonpflanzen pflegen
Kontakte pflegen: Mit Bekannten reden oder etwas unternehmen!
Kurse besuchen: PC-, Sprach-, Sing-, Kochkurse etc. (Migros-Clubschule, Volkshochschule)
Lesen und Schreiben: Tagebuch, Briefe, Leserbriefe, Bücher, Zeitungen, Zeitschriften
Parties und Tanzen: Disco, Clubs
Runder Tisch im Ambulatorium treffen, reden, schwatzen
Spielen, alleine: Patience, Sudoku, Kreuzworträtsel, Games an PC oder Fernseher etc. (Ideen im DracheNäscht, Rathausgasse 52, Bern). Vorsicht bei Spielsalons: Teuerer Spass, Achtung Spielsucht.
Spielen, mit andern: Kartenspiele, Schach, Mühle, Kegeln, Minigolf, Master Mind etc. (Ideen im DracheNäscht, Rathausgasse 52, Bern)
Sport: div. Trainings, Velofahren, Schwimmen, Joggen, Tanzen, Yoga, Fussball, Walking
Unterhaltung: Fernsehen, Musik, Chorsingen

Was man nicht tun sollte:

  • nur noch schlafen oder sonst alles, was zu viel ist
  • zu viel denken oder Trübsal blasen
  • in der Wohnung im Kreis herumlaufen
  • Tag und Nacht Radio hören oder/und fernsehen
  • Die Nächte durchmachen und Tag und Nacht umkehren
  • Spielsüchtig werden (in Casinos oder Spielsalons)
  • zu viel Kaffee trinken und zu viel rauchen
  • Frustessen
  • Drogen oder übermässig Alkohol konsumieren

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