Bewältigungsstrategien konkret
Bewältigungsstrategien (allgemein)
(siehe auch Kapitel Was kann ich selber
tun?)
-
Kontaktaufnahme mit einer Vertrauensperson
-
Aufsuchen einer professionellen Helferperson
-
um Unterstützung bitten
-
Vermeidung emotional belastender Situationen und Kontakte
-
dosierter Rückzug
-
regelmässige Medikamenteneinnahme
-
Erhöhung der Dosierung
-
vorübergehende Reduktion wahrzunehmender Aufgaben
-
vorübergehende Reduktion von Aktivitäten
-
Aufgaben und Anforderungen überschaubar halten und planen
-
Genaue Tagesstrukturierung mit schriftlichem Zeitplan
-
langsames Arbeiten
-
vermeiden von Zeitdruck
-
mehr Pausen einlegen
-
aktive Problemlösungsversuche, ev. mit Hilfe
-
Selbstbehauptung: durch offensives Verhalten gegenüber der Umwelt;
Verständnis für die vorübergehend verminderte Belastbarkeit
einholen
-
Nein sagen
-
die eigene verminderte Leistungsfähigkeit akzeptieren
-
am Ende des Tages einen Punkt machen – Unerledigtes muss bis
zum nächsten Tag warten
-
„nichtstun“ – auf dem Sofa liegen, in die Wolken
schauen etc.
-
akzeptieren, dass sich nicht jede Situation kontrollieren lässt
-
genügend schlafen
-
gesund essen
-
vermehrte Bewegung zur Stimmungssteigerung – Spaziergang, Fitness,
Schwimmen etc.
-
Erfolge oder Enttäuschungen mit Angehörigen oder Freunden
besprechen
-
lachen fördert den Stressabbau
-
usw.
Bewältigungsstrategien (spezifisch)
Bei Stress
-
mit anderen sprechen
-
bei Bekannten, Angehörigen und/oder Professionellen Hilfe suchen
-
„Nein“ sagen
-
Wechsel von Aktivitäten
-
einer vertrauten Tätigkeit nachgehen
-
Musik machen, singen
-
das Leben als Prozess auffassen, in dem sich die Dinge verändern
können.
-
sich gut informieren
-
gut unterscheiden zwischen körperlichen und psychischen Ursachen
für unangenehme Gefühle.
Bei Müdigkeit
-
früh zu Bett gehen
-
mehr körperliche Bewegung: z.B. Spaziergang
-
Kaffee (tagsüber), jedoch nicht zuviel
-
frische Luft
-
tanzen
-
1 Zigarette
-
sich erlauben, müde zu sein
-
Blutzuckerspiegel erhöhen: etwas essen
Bei innerer Unruhe
-
baden (Badewanne, Solbad, Sauna)
-
Musik hören oder machen
-
Medikamente einnehmen
-
Briefe schreiben
-
Geduld haben
-
Tempo drosseln
-
Aufregung vermeiden
-
Rummel vermeiden
-
sich dosiert zurückziehen
-
sich entspannen
-
meditieren
-
sich bewegen, Sport treiben
-
telefonieren
-
Freunde treffen
-
etwas Konkretes tun
Wenn man Stimmen hört
Wenn man niedergeschlagen ist
-
eine(n) Freund(in) besuchen
-
Bewegung, Sport
-
Musik hören
-
an etwas Positives denken
-
ein Buch lesen
-
etwas Praktisches tun
-
in die Stadt, ins Kino gehen
-
Auto fahren
-
in ein Stammlokal gehen
-
kochen, etwas Gutes essen
-
telefonieren
-
malen, singen
-
Gedanken niederschreiben (Tagebuch)
Wenn man ins Grübeln kommt
-
sich ablenken (lesen, Radio hören, TV)
-
falls man im Bett liegt: aufstehen
-
zu einem frühen Zeitpunkt Gedanken stoppen
-
mit jemandem sprechen
-
eigene negative Gefühle „durchstreichen“
-
über sich selbst lachen
-
Gedanken schriftlich formulieren
-
sich an das Gute in der Gegenwart und in der Vergangenheit erinnern.
-
sich in der Zukunft positive Ziele setzen.
Ungeeignete Bewältigungsmassnahmen
-
Alkohol- und/oder Drogenkonsum (inkl. erhöhtem Zigarettenkonsum)
-
lang dauernde Abschottung von der Umwelt
-
Abbruch von Kontakten
-
Bewusste Anstrengungen, die Probleme / Krise über längere
Zeit vor Bezugspersonen zu verdecken.
-
Massnahmen, die zusätzliche psychische Energie erfordern
-
Kontrolle der eigenen Denkabläufe (z.B. Kontrollzwänge,
Zwangsgedanken etc.)
-
„Ablenkung“ durch Aufsuchen intensiver Reizsituationen
(Disco, Fussballmatch, usw.)
Quellen:
Bäuml, Pitschel-Walz, Psychoedukation bei schizophrenen
Erkrankungen, Schattauer, Stuttgart, 2003
Knuf, Seibert, Selbstbefähigung fördern, Empowerment
und psychiatrische Arbeit, Psychiatrie-Verlag, Bonn, 2000
www.schizophrenia.com,
Information, Support, Education (englisch)
www.rhetorik.ch/Stress/Stress.html,
Stress und Entspannung
www.feelok.ch/v1/start/inhalte/stress.htm,
Frust und Ärger, Site „Info zum Stress
|