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Cannabis und Psychose


In der Fachwelt und in den Medien wird immer wieder rege diskutiert, ob Cannabis Psychosen auslösen kann. Was bis heute nicht bewiesen werden konnte, ist, dass Cannabis als grundsätzliche Psychoseursache in Frage kommt, obschon vermutet wird, dass dies bei vorbestehender Verletzlichkeit der Fall sein könnte.

Es ist ebenfalls nicht bewiesen, ob Cannabis bei bereits psychoseerfahrenen Menschen erneute Episoden auslösen kann. Erfahrungen in der Langzeitbehandlung zeigen jedoch klar, dass Menschen mit Psychosen, die regelmässig Cannabis rauchen, deutlich häufiger psychotische Krisen durchleben, sich deutlich langsamer und weniger vollständig erholen, weniger gut auf Medikamente reagieren und allgemein einen deutlich schlechteren Verlauf ihrer Erkrankung zeigen.

Gesichert ist, dass Cannabis

  • abhängig macht

  • bis zu 24h nach dem Konsum eine Verminderung der Aufmerksamkeit, des Kurzzeitgedächtnisses und der Reaktionszeit verursacht.

  • bei regelmässigem Konsum die Konzentration und das Lernvermögen vermindert.

  • bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten und/oder Alkohol ein unkalkulierbares, gesundheitsgefährdendes Risiko darstellt.

 


 

Quellen:

www.schizophrenia.com, Information, Support, Education (englisch)

www.contactnetz.ch, Berner Gruppe für Jugend-, Eltern- und Suchtarbeit

www.medicalforum.ch, Cannabis und Psychose

Informationsblatt der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme, 1001 Lausanne, www.sfa-ispa.ch