Medikamentennebenwirkung
Was sind Nebenwirkungen?
Die Einnahme von antipsychotischen Medikamenten – wie auch aller
anderen Medikamente – kann neben der erwünschten auch unerwünschte
Wirkungen, sogenannte Nebenwirkungen, zur Folge haben. Die meisten können
mit einer Reduktion der Dosis oder mit einem Medikamentenwechsel behoben
werden. Da Betroffene aber oft wegen der Psychose an nebenwirkungsähnlichen
Symptomen leiden, fällt eine Unterscheidung zwischen Nebenwirkung
des Präparates und Symptom der Krankheit manchmal schwer. Das Medikament
sollte jedoch nur bei Eindeutigkeit „freigesprochen“ werden.
Andernfalls muss die Frage offengelassen werden.
Gleichzeitig besteht bei Betroffenen manchmal die Tendenz, eindeutig krankheitsbedingte
Symptome als Nebenwirkungen zu „verkennen“. Dies ist ein Bewältigungsmuster,
hier lohnt sich zur Klärung ein eingehendes Gespräch mit dem
Therapeuten.
Zusammenstellung der häufigsten Nebenwirkungen:
Muskelkrämpfe (Mund, Schlund)
Störungen der Denkfunktionen
Schwindel
Sehstörungen
Mundtrockenheit od. Speichelfluss
Verdauungsstörungen
Trippeln, Unruhe in den Beinen
Gehstörungen
Müdigkeit
Gewichtszunahme
Veränderungen des Blutbildes
Zittern
Allgemeine Unruhe
Störung der sexuellen Funktionen
Veränderung der Gefühlsempfindungen
usw.
Quellen:
Bäuml, Pitschel-Walz, Psychoedukation bei schizophrenen Erkrankungen,
Schattauer, Stuttgart, 2003
www.schizophrenia.com, Information,
Support, Education (englisch)
Knuf, Seibert, Selbstbefähigung fördern, Empowerment und psychiatrische
Arbeit, Psychiatrie-Verlag, Bonn, 2000
Roder, V. et al., Praxishandbuch zur verhaltenstherapeutischen Behandlung
schizophren Erkrankter, Verlag Hans Huber, Bern, 2002
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